Die Hl. Fides, Hochaltar Grafenhausen
 
Die hl. Fides, eine junge Christin aus vornehmem Haus, lebte in Agen in Südfrankreich. Als nicht einmal 13-jähriges Mädchen weigerte sie sich während der Christenverfolgung unter Kaiser Maximinus (303—313) die heidnischen Götter anzubeten. Sie erlitt im Jahr 303 das Martyrium durch Folter auf einem glühenden Rost und Tod durch Enthauptung. Die Legende ihrer Standhaftigkeit beim Bekennen des Glaubens vor dem römischen Richter Dacius (angesichts ihres jugendlichen Alters) verbreitete sich rasch im Zusammenhang mit der Einführung des Christentums als Staatsreligion im römischen Reich im Jahre 313 unter Kaiser Konstantin (Fides = Treue). Die Leute kamen regelmäßig zu ihrem Grab und Fides wurde als Märtyrerin weithin bekannt. Im 5. Jahrhundert übertrug Bischof Dulcidius von Agen die Reliquien der Märtyrerin in eine von ihm erbaute neue Kirche. Seit dem 6. Jahrhundert lässt sich die Verehrung sicher nachweisen.
 
Darstellungen in der Pfarrkirche
Auf dem Bild an der rechten Wand des Kirchenschiffes, ein Werk von Konrad Schmieder aus dem Jahr 1890 zeigt wie das Mädchen zum Tode verurteilt wird. Auch der Chorraum mit seinem Gewölbe und dem reichen Stuck enthält ein Gemälde der Hl. Fides aus neuerer Zeit. Das farbige Deckengemälde 1950 gemalt vom Kunstmaler Manfred Schmidt, vermittelt vom Grafenhausener Bürger und späteren Domkapitular Julius Schäuble zeigt neben der Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel auch die heilige Fides. Darunter ist das Dorf Grafenhausen mit Kirche und Rathaus zu sehen, welche gleichsam um den Schutz der Gottesmutter und der Hl. Fides bitten.
 
Patrozinium: 6. Oktober
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