Gottesdienst
am Fastnachtssonntag 2005
in Riedern
   
zur Ansprache
 
 
 
 
1. Wie es seit Jahren schon ist Brauch,
geschieht es dieses Jahr nun auch,
die Predigt heut´ gereimt erklingt,
die Fasnacht dies so mit sich bringt.

2. Ich hoffe, dass das Wort der Schrift
auf frohgestimmte Herzen trifft,
um es mit Ernst und breitem Lachen
für unsre Zeit nutzbar zu machen.

3. Vom Salz der Erde und vom Licht,
zu uns das Evangelium spricht.
"Warum?" ich manches mal mich fragte,
zu dem, was Jesu Wort heut sagte.

4. Warum sind wir das Salz der Erde?
Damit die Menschheit würzig werde?
Und Menschen neu zu Gott hin finden,
weil wir in Ihnen Licht entzünden?

5. Vielmehr ist es doch heute so,
dass jeder ist im Grunde froh,
wenn Glaube, Hoffnung und auch Liebe,
zuerst mal im Privaten bliebe.

6. Nur Fromme reden scheinbar offen,
von dem, was sie von Gott erhoffen,
und machen dazu ein Gesicht,
als ginge es zum Strafgericht!

7. So wunderts keinen, dass recht viele
sich suchen lieber andere Ziele,
denn keiner mehr zu Glauben mag,
wenn unser Leben scheint nur fad.

8. Was ist des Christen Lebensfreude?
So fragen sich gar viele Leute.
Besteht des Christen Leben nicht,
zuallererst mal nur aus Pflicht?

9. Sei nett zu allen, und zu jedem!
Geh schön zur Kirche und tu beten.
Hilf Schwachen und den Armen,
und zeige stets reiches Erbarmen,

10. Dann bist du, ja so glauben alle
geliebt von Gott in jedem Falle.
Denn wenn du alles machst perfekt,
die Seele sich zum Himmel reckt.

11. Doch Gott liebt uns vor allen Dingen,
nicht nur um unsrer Leistung willen,
er nimmt uns an, so wie wir sind,
mit Fehlern, Schwächen und der Sünd´.

12. Wir dürfen sein und können leben,
weil Gott uns seinen Sohn gegeben.
Er ist die Kraft, die Freude schenkt,
und unser Leben gütig lenkt.

13. In ihm ist das Gesetz erfüllt
und jedem, der ihm nachfolgt, gilt,
nur ein Gebot noch übrigbleibt,
das man der Liebe sich verschreibt.

14. Oder wie Augustinus sagt,
ein jeder der die Liebe wagt,
kann tun und lassen, was er will,
denn stets er hat vor sich das Ziel:

15. Den Menschen liebevoll zu künden,
dass man im Glauben Halt kann finden.
Wer glaubt, das Gott ihn wirklich liebt,
den Himmel immer offen sieht.

16. So wird es einem leicht ums Herz!
Und Lachen kann man ohne Scherz
das ganze Jahr aus diesem Grund
und nicht nur in der Fasnachtsrund!

17. Doch heißt dies nicht zu jeder Stunde
ein Lachen steht um deinen Munde,
und lächelnd du durchs Leben ziehst
auch wenn du Elend um dich siehst.

18. So ist es wirklich nicht gemeint,
auch wenn es erst einmal so scheint,
dies Lachen ist mehr als Freude am Scherzen,
es kommt aus dem Glauben, bewahr es im Herzen.

19. Dann ist es die Kraft mit der wird's gelingen,
wenn Sorge und Leid unser Herz will bezwingen,
mit gutem Mut und mit großem Vertrauen
in Zeiten der Not auf Gott stets zu bauen.

20. Dann können wir diese Welt neu gestalten,
und brauchen nicht ängstlich am Alten festhalten
voll Sorge und Angst wir könnten verlieren,
wenn wir nicht wie andre nach Reichtümer gieren.

21. Unser Reichtum ist Freiheit und Leben,
das über das irdische will uns erheben,
denn Gott ist nie sparsam, er geizt wirklich nicht:
Er gibt uns in Fülle, was Jesus verspricht.

22. Und wenn dann unser Leben endet,
sich unsre Seel gen Himmel wendet,
so steht für uns offen die Ewigkeit
die Jesus für jeden von uns hält bereit.

23. Drum gebt Gott die Ehr und preist seinen Namen
Heute und Morgen und in Ewigkeit - Amen.

Ansprache von Pfarrer Thomas Fritz
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