Gottesdienst
am Fastnachtssonntag 2006
in Untermettingen
 
zur Ansprache
Anschließend an die Messe gab es für alle noch ein Glas Sekt und für die Kinder Saft.
Nun ist er also wieder da,
der Tag, den ich schon kommen sah,
als ich in Israel voll Wonne
gewandert bin unter der Sonne

und nicht an Fastnachtsreime dachte,
vielmehr mir schöne Stunden machte,
mich an dem heil´gen Land erfreute
mit einer Gruppe netter Leute.

Doch kaum zu Hause angekommen,
wurde das Werk nun auch begonnen.
Die Predigt, die an euch sich richtet,
wie´s Jahr zuvor, ist heut gedichtet.

Der Herr lädt heute förmlich ein,
in Fröhlichkeit sein Gast zu sein.
Ist er inmitten seiner Schar,
soll keiner Fasten - dass ist klar!,

denn wenn sein Leben in uns ist,
ist frohe Zeit für jeden Christ.
Dann hat das Feiern seinen Grund
an jedem Tag, zu jeder Stund.

Dies soll im Alltag spürbar sein,
dass keiner von uns ist allein.
Der Herr ist bei uns allezeit,
von heute bis in Ewigkeit.

Wir sollen seine Zeugen sein,
die Menschen durch sein Wort befrei´n
und führen zu der wahren Freude,
die spüren sollen alle Leute,

nicht nur an Fastnacht - sondern immer,
auf Strassen, Plätzen und im Zimmer,
wo immer Christen sind beisammen,
die Herzen sich in Freud´ entflammen,

und Zeugnis geben voller Glauben
von dem, was niemand uns kann rauben,
das Leben, das der Herr uns schenkt,
weil er voll Liebe an uns denkt.

Nun stellt sich mir die heikle Frage
ob dass, was ich gerade sage
auch für die Fasnet gelten kann,
wo manche Frau und mancher Mann,

dem zügellosen Leben sich zu wendet,
und dabei nicht sieht, wie es endet,
wenn dann die Fasnet ist vorbei,
dann kommt die große Heulerei.

Die Ehe hin, das Konto leer,
der Kopf, der ist vom Saufen schwer,
und alles, was so schön begann,
wie Sand uns durch die Finger rann.

Ein Glück nur für die tollen Tage,
ist mir zu wenig - ohne Frage,
mein Glück soll möglichst ewig sein
und dazu lädt uns Jesus ein.

Drum höre und sei guter Dinge,
Gott will, dass Leben hier gelinge
sein Wort auch für uns heute gilt
dass heißt - ich sprech' in einem Bild -

den Alltag darauf anzuschauen,
wo ich auf Gottes Näh' kann bauen.
Wenn ich ihn merk' in meiner Zeit,
und glaube, dass er ist nicht weit

von meinen Alltagssorgen fort,
dann ahn ich hier und ahn ich dort,
dass manches mir nicht nur zufällt,
sondern dem lieben Gott gefällt.

Wo sagt zu mir er vielleicht leise:
"Komm, nimm mich mit auf deine Reise.
Nimm in dein Planen mich hinein!"
Es soll für dich zum Nutzen sein.

Dort, wo ich mit andern teile
und ihnen gern zu Hilfe eile,
kann ich im Alltag Gott begegnen
und werde so zu einem Segen

für alle, die sich suchend sehnen
nach einem gotterfüllten Leben.
Und so schließt sich nun auch der Kreis,
ich sage es, wie zum Beweiß:

Gott will nicht dass wir Trübsal blasen,
und auch nicht, dass wir hier nur Fasten,
er will mit uns das Leben feiern,
den Bund des Lebens heut erneuern,

dies sollen wir nun endlich glauben,
Gott will uns nicht die Freude rauben,
er will, dass sie für ewig sei
und nicht nach Stunden ist vorbei!

Gott will uns heute hier am Ort,
betören mit dem Gotteswort,
dass jeder ist ein Gotteskind,
dass in ihm echtes Leben find´t.

Dies gilt den Großen und den Kleinen -
jenen die lachen oder weinen,
dies gilt den Herren und den Damen
und auch den Narren - in Ewigkeit - Amen!

Ansprache von Pfarrer Thomas Fritz
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