Gottesdienst
am Fastnachtssonntag 2004
in Ühlingen
 
zur Ansprache
HüRi, Riedern

Klaus Müller,
Narrenboss Ühlingen


Wilderer, Untermettingen
Stiegelechatzen, Ühlingen
1. Ich heiß euch alle hier Willkommen,
die Narren und auch euch, die Frommen.
Ihr Stiegele Chatzen, Wilderer und Hürianer hört,
was manchen hier im Land empört.

2. Probleme gibt es heute viel,
und keiner weiß so recht ums Ziel,
selbst mit Beraterfirmen an der Hand,
sich diese Lage nicht entspannt.

3. Was der Verkehrsminister Stolpe,
mit Satelliten lösen wollte,
ganz anders ausgesehen hätte,
mit einer kleinen Vignette.

4. So trieb der Wahn der Machbarkeit,
uns in die Nöte dieser Zeit
und jeder, der vom Sparen spricht,
beginnt ja bei sich selber nicht.

5. Die Politik so scheint es heute,
schaut nicht mehr auf die kleinen Leute,
hat nur die Großen noch im Blick,
soziales schwindet Stück um Stück.

6. Arbeiter werden schnell entlassen,
damit es klingelt in den Kassen
und jene, die schon viel verdienen
ein wenig mehr Profit erzielen.

7. Und selbst bei hoch brisanten Fragen,
haben Wirtschaftsbosse mehr zu sagen,
als jene, die vom Volk gewählt
und in das Führungsamt bestellt.

8. Da darf der Christ nicht länger Schweigen,
muss endlich wieder Flagge zeigen,
und so wie Jesus, der nicht schwieg,
wenn einer auf der Strecke blieb.

9. Sich für die "Kleinen" und die "Schwachen"
in unserm Lande stark zu machen,
ist heute erste Christenpflicht,
ihr lieben Leut´ vergesst dies nicht.

10. So müssen wir in Wort und Tat,
voran geh´n auf dem Tugendpfad,
der uns aus der Misere leitet,
wenn man ihn mit viel Mut beschreitet.

11. Jesus ging diesen Weg voran,
er half manch´ Frau und manchem Mann.
Er hatte stets den Mensch im Blick
und suchte stets nur dessen Glück.

12. So ist es auch für uns ganz klar,
wenn Christus so barmherzig war,
und wir uns nennen Christen,
wir gleiches tuen müssten.

13. Die Werke der Barmherzigkeit,
sind nicht modern in dieser Zeit,
und mancher wird dafür verlacht,
wenn er nicht macht, was jeder macht.

14. Sich zügeln und beherrschen können,
den andern auch etwas zu gönnen,
Nicht nur den eignen Vorteil sehen,
beherzt auf and´re zuzugehen

15. und solidarisch so zu handeln,
würd´ manche Dinge heute wandeln.
Drum steckt den Kopf nicht in den Sand,
reicht lieber euch zum Bund die Hand.

16. Dies gilt für Arme und für Reiche,
gerecht ist jeder kriegt das Gleiche.
Doch Gott will mehr für seine Kinder,
und schließt dabei nicht aus die Sünder.

17. Was jeder braucht, kriegt er geschenkt.
Drum tut das Gleiche und bedenkt,
wenn Menschennot zum Himmel schreit,
zu helfen ist Barmherzigkeit,

18. Wenn dies im Alltag nicht gelinkt,
weil Mut und Kraft im Stress versinkt,
sei unser Blick auf Gott gelenkt,
er ist´s der Mut und Kraft uns schenkt.

19. Drum lasst uns preisen Gottes Namen
heute, Morgen und in Ewigkeit - Amen.

Ansprache von Pfarrer Thomas Fritz
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