Der Gründonnerstag
ist der Donnerstag in der Karwoche. Am Abend vor dem Todestag Jesu (dem Karfreitag) erinnert sich die Christenheit des sogenannten Abendmahles. Dieses Abendmahl, das Abschiedsessen Jesu mit seinen engsten Vertrauten, ist der Ursprung des christlichen Hausgottesdienstes (evangelisch: Abendsmahlfeier; katholisch: Eucharistiefeier).
Die Christen aller Welt feiern am Gründonnerstagabend die Einsetzung dieses Ritus. Das "Grün" hat mit der Farbe Grün nichts zu tun, sondern leitet sich von greinen (althochdeutsch "weinen") ab. Gleichwohl hat das sprachliche Missverständnis wohl dazu beigetragen, daß traditionell in vielen christlichen Familien an diesem Tag grünes Gemüse (Spinat) gegessen wird.
Der Name kann auch daher kommen, dass im Mittelalter die Sünder in der Fastenzeit vom Kommunionempfang ausgeschlossen wurden und Buße tun mussten. Erst am Donnerstag vor Ostern durften sie wieder in die Kirche eintreten und als Zeichen auf die Vergebung ihrer Sünden schmückten sie sich mit jungem Grün.
Grün könnte aber auch auf den althochdeutschen Begriff "grunen" (greinen, weinen) zurückgehen. Ob sich das Klagen dabei auf die Fastenzeit mit dem Leiden, auf die darauffolgende Nacht, die Jesus in Todesangst verbrachte oder das Weinen auf die bevorstehende Kreuzigung Jesu bezieht ist nicht geklärt.
Der Gründonnerstag zählt bereits zum Karfreitag. Dahinter steht einerseits die jüdisch-christliche Tradition, daß ein Tag nicht um null Uhr, sondern mit dem Sonnenuntergang am Vorabend beginnt und bis zum Sonnenuntergang am Tag selbst dauert. Ähnliche Erfahrungen kennen auch wir von Geburtstagsfeiern, bei denen in den eigentlichen Geburtstag hineingefeiert wird, oder von Neujahrsfeiern, die bereits am Silvesterabend beginnen und mitunter weit ins neue Jahr reichen.
Ein liturgisches Element, das sich an den Bericht aus dem Johannesevangelium (13,1-15) orientiert und für die gottesdienstliche Feier am Gründonnerstag-Abend vorgesehen wird, ist die Fußwaschung.
 
 
 
Wann? Donnerstag vor dem Karfreitag um 20.00 Uhr
Wo? In den Kirchen der Seelsorgeeinheit (im jährlichen Wechsel)
  (Bitte das Pfarrblatt beachten!)
 
 
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