Anyi wächst mit ihren sechs Geschwistern bei ihrer Mutter auf.
Für die Schule hat das Mädchen kaum Zeit, weil sie auf ihre kleinen Brüder aufpassen muss, während ihre Mutter als Marktfrau arbeitet. Dass ihr Vater einfach verschwand, wie so viele Väter in La Fe ihre Familien im Stich lassen, ist für Anyi ebenso normal wie die regelmäßigen Überschwemmungen. Doch es gibt etwas, mit dem sich Anyi nicht abfinden will: „dass wir Kinder hier Angst haben müssen, weil die Älteren immer streiten und kämpfen.“ Denn schlimmer als die Gewalt des Wassers ist die Gewalt unter den Menschen.

„Manchmal reicht schon der Streit um ein Stück Brot, und die Kids explodieren“, muss Tomás immer wieder erfahren. „Dann gehen sie hoch, von Null auf Hundert. Dazwischen gibt es nichts. Konflikte auf friedliche Weise zu lösen, das müssen sie erst lernen.“
Viele Jugendliche finden trügerischen Halt und falsche Geborgenheit in den Pandillas, den Banden.

Bewohner in Quibdó schimpfen diese Jungen und Mädchen „los inutil“, die Unnützen, die stehlen und rauben, manchmal sogar töten und getötet werden.
„Aber Messer und Pistolen sind schlecht“, bekunden Anyi und ihre Freundinnen. „Wir möchten lieber, dass die Menschen freundlich zueinander sind.“
Sternsingergruppen im Pfarrbezirk
2009
Ühlingen
Riedern
Unter- + Obermettingen
Herzlichen Dank für Euer großes Engagement!
zurück