Leodegar, von vornehmer Herkunft, wurde bei seinem Onkel, Bischof Dido von Poitiers, ausgebildet, zum Diakon geweiht und zum Archidiakon ernannt, dann 653 Abt im Kloster St. Maixent in Poitiers und 659 Bischof von Autun. Ob seiner Bemühungen um Kirchenzucht und Reformen im Klerus wurde er 675 von König Childerich II. nach Luxeuil verbannt, kehrte nach der Ermordung des Königs aber 676 zurück. Sein Gegner, der Hausmeier Ebroin, verdächtigte ihn der Teilnahme an der Ermordung des Königs, ließ ihn mit einem Bohrer blenden und ihm die Zunge herausreißen. Als Leodegar dennoch weiter predigte und seinen und des Ebroin Tod weissagte, wurde er nach Fécamp in der Normandie verbannt und drei Jahre später enthauptet.
Leodgars Gebeine liegen in Poitiers, Reliquien sind auch in Ebreuil.

Bedeutung des Namens der Speer des Volkes (althochdt.)
Attribute Schwert, Bohrer
Patron des Kantons Luzern, von Autun, Gebweiler und Murbach im Elsaß; der Müller; bei Augenleiden und Besessenheit
Gedenktag 2. Oktober
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