Segensfeiern
 
Adventskranz | Kindersegnung | Haussegnung an Dreikönig | Blasiussegen | Aschenauflegung | Palmzweige | Speisensegnung | Wettersegen | Flurprozessionen | Fronleichnamsprozessionen | Antoniusbrot | Jakobusprozession | Kräutersegen | Erntesegen | St. Martin | Segnung einer Wohnung oder eines Hauses | Andachtsgegenstände/Kerzen |
 
Der Begriff Segen kommt vom althochdeutschen "segan" und ist eine Rückbildung aus segnen, lat. signare mit dem Zeichen [des Kreuzes] versehen.
Segnen bedeutet: dem Menschen Heil Schutz, Glück und Erfüllung im Namen Gottes zu zusprechen. Jm Segen preisen wir den Schöpfergott als Quelle allen Guten, allen Segens und allen Heils in der Geschichte. Neben dem Lobpreis Gottes ist eine Segnung auch ein Bekenntnis der Christen in das Vertrauen auf Gottes Hilfe und Schutz.
Christen segnen im Namen Jesu, und vergegenwärtigen sich die Erlösung durch Jesu Tod und Auferstehung.
"Im Namen des Vater, des Sohne und des Heiligen Geistes. Amen." In jedem Segen wird Gott in seiner Dreifaltigkeit angerufen und durch das Kreuzzeichen sein Wirken sichtbar.
Jeder Christ kann Gegenstände, Tiere und Menschen segnen. Wenn er das Kreuz über sich schlägt, so segnet er sich selbst.

Täglich begegnet uns der Tischsegen und der Abendsegen, den Eltern vor dem Schlafengehen ihren Kindern spenden.

Im Laufe des Kirchenjahres und bei bestimmten Anlässen gibt es besondere Segnungen, z.B. Wettersegen, Reisesegen, Kräutersegen, Segnung eines Hauses, einer Wohnung, u.a.
Durch den Segen werden Gegenstände und Tiere nicht verändert. Sie erhalten keine magischen oder sonstigen Kräfte. Vielmehr sollen sich die Einstellung und die Beziehung des Menschen zu ihnen ändern: Der Mensch nimmt sie als Schöpfung bzw. Geschenke Gottes an und möchte sie in diesem Sinne segensvoll nutzen.
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Andachtsgegenstände (Rosenkränze, Kreuze, Heiligenbilder....) und Kerzen können in jeder Werktagmesse zum Segnen in die Kirche gebracht werden. Geben sie den zu segnenden Gegenstand/die Gegenstände dem/der MesnerIn. DieseR legt den Gegenstand/die Gegenstände auf den Seitenaltar. Vor der Gabenbereitung segnet der Priester den Gegenstand/die Gegenstände.

Sollte in dieser Werktagmesse schon eine Segnung im Laufe des Kirchenjahres vorgesehen sein (z.B. der Blasiussegen o.ä.) hat diese Segnung Vorrang und die Gegenstände werden in einer anderen Messe gesegnet.

 
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Segnung des Adventskranzes
Der Adventskranz ist Sinnbild des Wartens auf den kommenden Christus, dem Licht der Welt. Die Kerzen des Adventskranzes sind ein Zeichen der Hoffnung, dass nicht Dunkel und Tod, sondern Licht und Leben siegen werden. In den Messfeiern des 1. Adventssonntages werden in der Pfarrkirche Adventskränze und -gestecke gesegnet. Damit legen wir bewusst diese Zeit der Erwartung und der inneren Vorbereitung auf das Kommen Christi in die Hände Gottes, dessen Licht gerade in diesen Wochen unser Herz erleuchten soll.

 
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Kinder werden in jeder Messe gesegnet, wenn sie während der Kommunionausteilung nach vorne kommen. Der Priester oder KommunionhelferIn zeichnet dem Kind ein Kreuzzeichen auf die Stirn und sagt: Gott segne und beschütze dich.
Ausserdem findet in der Weihnachtszeit eine Kindersegnung statt. Der Priester zeichnet dabei den Kindern ein Kreuz auf die Stirn und spricht: Gott hat dich lieb. Er segnet und beschützt dich!

Die Kindersegnung - eine biblische Erzählung, die Kindern häufig in Kindergärten erzählt wird. Sie berichtet, wie Jesus die Kinder liebt und sie segnet. Wir finden sie im Markusevangelium. Dort heißt es im 10. Kapitel im Vers 16: "Jesus legte den Kindern die Hände auf und segnete sie".

 
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Sternsingeraktion/Haussegnung an Dreikönig
In den ersten Januartagen, vor oder an dem Fest der Hl. Drei Könige, ziehen alljährlich Kinder als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet aus, um die frohe Kunde von der Geburt Christi durch Gesang und Wort in die Häuser zu tragen (Sternsinger). Gleichzeitig ist jeder eingeladen, sein Haus oder seine Wohnung unter den Segen des neugeborenen Kindes zu stellen. Dazu bringen die Sternsinger Weihrauch mit und schreiben mit geweihter Kreide die Zeichen C+M+B (= Christus Mansionem Benedicat: Christus segne dieses Haus) an die Türe, zusammen mit der Jahreszahl. Geldspenden werden an die Mission weitergeleitet, während die Sternsinger selbst die Süßigkeiten als kleinen Lohn für ihren Dienst bekommen.

 
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Der Blasiussegen ist ein Segensbrauch im liturgischen Jahr der katholischen Kirche. Er knüpft an die Gestalt des hl. Blasius an, der nach der Überlieferung Bischof von Sebaste in Kleinasien war und im Jahr 316 als Märtyrer starb. Bevor er Bischof wurde, soll er Arzt gewesen sein. Von seiner wunderbaren Heilkraft erzählen die Legenden. Die berühmteste berichtet, wie Blasius einem Jungen, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete. Mit Bezug darauf wurde der Blasiussegen ursprünglich gegen Halskrankheiten gespendet. Heute wird er gewöhnlich auf das körperliche und seelische Wohl insgesamt bezogen.

Beim Blasiussegen hält der Priester dem Gläubigen zwei gekreuzte brennende Kerzen vor. Das Segenswort lautet im Benediktionale:
Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
oder:
Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unsern Herrn.
Der Segensspruch kann sinngemäß abgewandelt werden. Der Gläubige antwortet mit Amen.

Das Datum des Blasiussegens ist der liturgische Gedenktag des Heiligen, der 3. Februar.

 
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Aschenauflegung
Der Aschermittwoch ist der Beginn der 40tägigen Österlichen Bußzeit. Im Gottesdienst wird an diesem Tag die Asche gesegnet, die aus den Palmzweigen des Vorjahres bereitet worden ist. Anschließend zeichnet der Priester oder der/die WortgottesdienstleiterIn jedem Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn. Dieser althergebrachte Brauch versinnbildlicht die Vergänglichkeit alles Irdischen und lädt gleichzeitig die Gläubigen ein, umzukehren und ihre Herzen neu an der Frohen Botschaft auszurichten.

 
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Segnung der Palmzweige und Palmkränzchen
Der Palmsonntag leitet die Heilige Woche ein, in der wir das Zentrum unseres Glaubens, die Feier des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi begehen. Am Beginn dieses Gottesdienstes werden die Palmzweige und -kränzchen gesegnet. Sie sollen an den umjubelten Einzug Jesu in Jerusalem erinnern, wo er aber nur wenige Tage später am Kreuz sterben wird. Die Palmzweige sind Ausdruck des Sieges Christi über Sünde und Tod, nicht der Sieg eines Mächtigen, sondern eines Dieners, der - aus Liebe zu uns - Leiden und Tod auf sich genommen hat. Palmzweige und -kränzchen können vor dem Gottesdienst erworben werden.

 
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Speisensegnung
Am Ostersonntag feiern Christen auf der ganzen Welt die Auferstehung Christi, der den Tod endgültig bezwungen hat. Am Ende der Ostergottesdienste werden die mitgebrachten Speisen gesegnet. Mit diesen Speisen soll die Freude am auferstandenen Christus in die Häuser und Familien getragen werden.
 
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Der Wettersegen wird an den Werktagen am Ende des Gottesdienstes mit dem "Wetterkreuz", das einen Kreuzpartikel enthält, gegeben, und zwar vom Fest Kreuzauffindung (früher am 3. Mai) bis zum Fest Kreuzerhöhung (14. Sept.). Dieses Erntegebet bittet um Gedeihen der Feldfrüchte und Bewahrung vor Katastrophen.
 
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Flurprozession
An Christi Himmelfahrt werden die sogenannten Flurprozessionen gehalten, in den Prozessionen und dem Gottesdienst erbitten wir für die Anliegen unserer Zeit und für unsere ganz persönlichen Anliegen Gottes Hilfe. Dabei wird besonders auch um das gute Gedeihen der Feldfrüchte gebetet.
 
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Fronleichnamsprozession
An Fronleichnam wird das Allerheiligste in der Monstranz durch die Strassen unserer Gemeinde getragen und so alle Lebensräume gesegnet.
 
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Antoniusbrot
In Hürrlingen wird am Patrozinium der Antonius (von Padua) Kapelle im Gottesdienst das Antoniusbrot (früher für die Armen bestimmt) gesegnet und nach dem Gottesdienst bei einem Hock gemeinsam gegessen.
 
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Jakobusprozession
Aufgrund eines Gelübdes nach einer "schlechten Ernte" aufgrund eines Hagelunwetters wird in der Zeit um das Fest des Apostels Jakobus eine Bittprozession zur Jakobuskapelle unternommen. Während der Prozession wird gebetet und bei der Kapelle der Wettersegen gebetet.
 
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Kräutersegnung am Fest "Maria Aufnahme in den Himmel" (15. August). Ein hoher Marienfesttag ist für uns Anlaß, die Blumen und Heilpflanzen des Feldes mit in die Kirche zu nehmen und segnen zu lassen. Blumen und Heilpflanzen mit leuchtenden und bescheidenen Blüten, zusammengebunden zu einem Kräuterstrauß. Wir ehren Maria, die Mutter unseres Herren Jesus Christus, und sagen unserem Schöpfer Dank für die Gaben der Natur.
 
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Segnung der Erntegaben
Anlässlich der Ernteeinbringung wird an einem Sonntag Ende September bis Mitte Oktober, ein Gottesdienst gefeiert, bei dem die "Erntekrone", die aus Ähren gefertigt wird, Blumen und Früchte feierlich in die Kirche eingeholt werden. Auch die Gottesdienstteilnehmer bringen in Körben Erntegaben mit, die gesegnet werde.
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Martinsfeier
Jedes Kind kennt die Geschichte, in der Sankt Martin seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler teilt; in der Nacht erscheint ihm Christus - mit jenem abgeschnittenen Mantelstück bekleidet. Bis zum heutigen Tag gibt es um diesen Heiligen der christlichen Nächstenliebe ein lebendiges Brauchtum, das vor allem die Kinder anspricht.

In einem Gottesdienst werden die Kinder und ihre Laternen gesegnet und so daran erinnert, dass jedeR von uns dazu gerufen ist, durch unser handeln zum Segen für die Mitmenschen zu werden.

 
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Haussegnung/Wohnungssegnung
Auf dem Gebiet unserer Pfarrgemeinde entstehen immer wieder neue Häuser und Wohnungen. Es entspricht einer alten christlichen Sitte, diese segnen zu lassen. Auf Wunsch kommt der Pfarrer ins Haus, um die Segnung vorzunehmen. In dieser kleinen Feier werden das Haus und seine Bewohner unter den besonderen Schutz Gottes gestellt. Es gibt aber auch die jährliche Haussegnung am Fest der Erscheinung des Herrn (siehe Haussegnung an Dreikönig).
 
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