Fastenzeit - Pfingsten
2008

Gott lasse uns unruhig werden in diesen vierzig Tagen
und Ausschau halten nach einem Leben,
das unserem Herzen entspricht und dem Suchen unserer Seele
mehr entgegenkommt.
Er locke uns in die Wüste der Stille.
Dort sind wir allein mit ihm, der nichts anderes will,
als sich zu verlieben in uns.
Er lasse uns Hunger und Durst spüren
in dieser Zeit,
damit wir spüren, was wir wirklich brauchen:
nicht Brot und Wasser, sein Wort vielmehr,
das nährt und heilt, seinen Atem,
der leben läßt in Fülle.
 
 

Fasten bedeutet:

Leer und offen zu werden für neue Impulse.
Wenn ein Krug randvoll ist,

kann er nichts mehr aufnehmen.

Erst wenn er leer geworden ist,
kann er neu befüllt werden.
So sollen auch wir durch Verzicht leer werden,
damit wir für neue Impulse offen sind.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fasten bedeutet:
Entdecken, in welche Abhängigkeiten
ich verstrickt bin.
Wo ich mich für andere zum Clown mache,
weil ich fürchte, dass sie mich sonst zurückstoßen.
Wo ich mir selber etwas vor mache,
weil ich der Wahrheit nicht ins Gesicht schauen will.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fasten bedeutet:
Sehend werden für das,
was in meinem Leben zerbrochen ist.
Sehend werden für die Verletzungen,
die mir andere zugefügt haben
und mit der Bitte um Heilung zu Jesus
zu kommen.
 
 
 
 
   
   
 
 
Fasten bedeutet:
Sich der Freundschaft Jesu bewusst werden
und sich von ihm ins Leben rufen lassen.
Leben in Fülle geschenkt bekommen.
Leben, das unsere Sehnsucht nach ihm wach hält
und uns Erfüllung im Alltag schenkt.
 
 
Ikone aus Taize
Koptische Ikone: Der Freund Jesu
 
   
 
Der Palmzweig erinnert uns:
Das Kreuz erzählt vom Leid Jesu
und davon, dass auch wir
leidvolle Erfahrungen machen;
Das Ei erinnert uns, dass das Leid und
der Tod nicht das letzte Wort haben,
sondern Gott an Ostern neues Leben schenkt!
Die Zweige erzählen davon,
wer bis zum Ende treu bleibt,
erhält Anteil am Leben Jesu
und seines Sieges über den Tod.
 
Ostern bedeutet:
Wandlung
Was tot war, lebt!
Was in die Erde gelegt wurde, ist auferstanden!
Trauer und Schmerz wandelt sich in Freude!
Verzweiflung in Hoffnung!
   
Gute Hirten
sind gute Menschen
die mich gern haben
die mit mir gehen
die ehrlich zu mir sind
die mit mir lachen und weinen
die mir auch zeigen
daß mein Alltag
voller Lebensmöglichkeiten ist

Gute Hirten
sind Menschen
die Hoffnung ausstrahlen und Freude
die ansteckend sind

Gute Hirten
sind Menschen
die nicht selbstverständlich sind
aber zuverlässig
und in deren Wohlwollen
ich dein
Ich-bin-da-für-dich
finde