Fastenzeit - Pfingsten
2009
Aschermittwoch
Die Wüste ist seit alters der Ort der Selbstbegegnung. Hier ist der Mensch mit sich allein und nur mit sich allein. Es gibt nichts, was ihn ablenken, nichts, was ihn an Äußerem fesseln könnte - in der Wüste ist der Mensch ganz auf sich geworfen und auf sich gestellt. Gott hat das Volk Israel und bis heute immer wieder Menschen in die Wüste geführt um ihnen dort zu begegnen. Doch Wüstenerfahrungen können wir auch in unserem Alltag machen.
In der Fastenzeit suchen wir diese Situation ganz bewusst, um im Fasten, im Allein-Sein und Schweigen uns selber und Gott zu begegnen. Fastenzeit bedeutet, die Wüsten in unserem Leben, in unserem Alltag zu entdecken. Sie als Chance erkennen, in der Gott uns begegnen will.
 
1. Sonntag der österlichen Bußzeit
Die Fastenzeit ist die Einladung Masken abzulegen,
denn viel zu lang habe ich dicke Masken getragen,
Rollen gespielt, auf Schein gelebt, viel zu lang den Leerlauf ertragen, den Schlüssel zum Leben im Sand versteckt.
Gefragt was gefällt, nicht getan was zählt.
 
2. Sonntag der österlichen Bußzeit
Die Fastenzeit will uns einladen immer wieder aufzubrechen,
nicht stehen zu bleiben und zu verharren.
Sie lädt uns ein mit den Erfahrungen des Lebens im Herzen,
den Blick immer wieder auf den Horizont zu lenken
und mit Jesus den Pilgerweg des Glaubens zu gehen.
 
3. Sonntag der österlichen Bußzeit
Eine Kette am Abgrund kann Sicherheit geben,
eine Kette um die Handgelenke gelegt, nimmt mir die Freiheit.
Die Fastenzeit will uns einladen,
hinzuschauen, was meinem Leben Sicherheit gibt;
zu prüfen, welche Sicherheiten mich gefangen nehmen
und mein Leben behindern.
 
4. Sonntag der österlichen Bußzeit
Die Fastenzeit lädt uns ein,
uns wieder neu bewusst zu machen,
dass Gott uns nicht um unserer Opfer,
unserer Stärken und Begabungen willen
oder weil wir so wertvoll sind liebt.
Er liebt uns "wegen nix", einfach so,
und weil er uns liebt, sind wir wertvoll.
 
Palmsonntag
Der Palmzweig erinnert uns:
Das Kreuz erzählt vom Leid Jesu und davon,
dass auch wir leidvolle Erfahrungen machen;
das Ei erinnert uns,
dass das Leid und der Tod nicht das letzte Wort haben,
sondern Gott an Ostern neues Leben schenkt!
Die Zweige erzählen davon, wer bis zum Ende treu bleibt,
erhält Anteil am Leben Jesu und seines Sieges über den Tod.
 
Ostern
Gott, die Botschaft vom leeren Grab beflügelt mich!
Wenn ich meine: Ich kann nicht mehr.
Dann rufst du mir zu - wie das Lied der Liebe von dir erzählt (Hld 2):
"Mach dich auf, meine Freundin, komm! Vorbei ist der Winter. Die Blüten lassen sich sehn, die Stimme der Turteltaube lässt sich hören. Die Zeit zum Singen ist da."
Danke, mein Gott, du liebst mich.
Ich spüre die Zärtlichkeit deines auferstandenen Sohnes.
Und du weißt: Ich liebe auch!
 
Erstkommunion (3. Sonntag in der Osterzeit)

Kerze:
"Und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her."' Der Schein der Kerze erhelle Euer Weg und begleite Euch durchs Leben.

Regenbogen:
Die Verbindung zwischen Himmel und Erde begleite Euch und schenke Euch Farbe im Leben.
Kreuz:
Das Kreuz begleite Euch durch Euer Leben. Es soll Euch an Jesus erinnern, daß er für uns gestorben ist.
Stein:
Gott möge Euch helfen, die Steine, die Euch in Euerm Leben im Wege liegen auf die Seite zu räumen und, dass es keine Stolpersteine werden.
Herz:
Gott öffne Eure Herzen, dass Ihr wachsam durch Euer Leben geht.
Er schenke Euch Liebe und, dass Ihr Euren Mitmenschen Liebe weitergeben könnt.
Schuh:
Wir wünschen euch Schuhe, die passen und nicht drücken und Euch auf Eurem Lebensweg begleiten.
 
4. Sonntag in der Osterzeit
Freiheiten eines Schafes
Du Schaf
Du bist Du
auch Dich als Schaf gibt es nur ein einziges Mal
Du darfst in einer Herde leben
Du hast also eine Gemeinschaft Gleichgesinnter
eine Lebensgemeinschaft
Du wirst behütet:
Ein Hirte achtet auf Dich und Dein Leben;
Du darfst ihm ganz vertrauen
Du wirst an Weideplätze und Quellen geführt:
Du brauchst nur zu folgen
und Dein Über-leben ist sicher
Du kannst überall daheim sein
Himmel und Erde sind Dein Haus
Du brauchst Dich um nichts zu sorgen
Du bist gut gekleidet
Deine Wolle schützt Dich vor Sonne und Kälte
Du kannst Dein Kleid mit anderen teilen
Deine Wolle wärmt alle die frieren
Du weißt wo Du hingehörst
Du brauchst nur hören
und erkennst Deinen Herrn am Klang der Stimme
Du darsft Dich auch mal verirren
und ausbrechen, wenn der Pferch Dir zu eng wird:
Es gibt einen, der Dich sucht und mag
da wo Du stehst so wie Du bist
Du bist frei
Du brauchst nur den Verheißungen des Hirten nachspüren
Eure Beziehung zueinander trägt Dich